Elektroauto laden – Der große Ratgeber für Zuhause & unterwegs

Elektroauto lädt an einer Wallbox zuhause in der Garage

Elektroautos sind längst alltagstauglich. Doch für viele Käufer ist eine Frage entscheidend:

Wie lädt man ein Elektroauto richtig – zuhause und unterwegs?In diesem ausführlichen Ratgeber erklären wir dir einfach, verständlich und detailliert,
welche Ladearten es gibt, wie lange ein Ladevorgang dauert, welche Voraussetzungen nötig sind
und worauf du beim Kauf eines E-Autos achten solltest.

Warum das richtige Laden so wichtig ist

Das Laden ist das Herzstück der Elektromobilität. Wer die Grundlagen kennt, profitiert von:

  • niedrigeren Stromkosten
  • höherem Fahrkomfort
  • längerer Lebensdauer der Batterie
  • maximaler Flexibilität im Alltag und auf Reisen

Gute Planung bedeutet: stressfreies Fahren.

Grundlagen: Wie funktioniert das Laden eines Elektroautos?

Ein Elektroauto wird über eine Hochvoltbatterie angetrieben. Diese Batterie wird mit Strom geladen –
entweder zuhause (Steckdose oder Wallbox) oder unterwegs (öffentliche Ladesäulen, Schnelllader).

Wichtige Begriffe einfach erklärt

  • kWh (Kilowattstunde): Gibt an, wie groß die Batterie ist (Kapazität).
  • kW (Kilowatt): Gibt an, wie schnell geladen werden kann (Ladeleistung).
  • AC-Laden: Laden mit Wechselstrom (meist langsamer, z. B. Wallbox/Typ-2-Säule).
  • DC-Laden: Laden mit Gleichstrom (Schnellladen, z. B. CCS).

Elektroauto zuhause laden – alle Möglichkeiten im Überblick

Elektroauto wird an einer normalen Schuko Steckdose geladen1) Laden an der Haushaltssteckdose (Schuko)

Das Laden über die normale Steckdose ist grundsätzlich möglich – aber eher als Notlösung gedacht.

Vorteile

  • sofort nutzbar
  • keine Installation notwendig

Nachteile

  • sehr langsam
  • für tägliches Laden meist nicht empfohlen (Wärme/Belastung der Steckdose)

Typische Ladeleistung: ca. 2,3 kW

Beispiel-Ladezeit: 40 kWh Batterie → ca. 18–20 Stunden

Tipp: Wenn du regelmäßig zuhause laden möchtest, ist eine Wallbox die deutlich bessere Lösung.

Ladegeräte für Schukosteckdosen

Elektroauto lädt an einer roten CEE Starkstrom Steckdose2) Laden über CEE-Steckdose (blau / rot)

CEE-Steckdosen sind robuster als Schuko und für höhere Dauerlasten ausgelegt.
Je nach Ausführung sind deutlich höhere Ladeleistungen möglich.

CEE blau (Campingsteckdose)

  • typisch ca. 3,7 kW
  • stabiler als Schuko
  • gute Zwischenlösung, wenn keine Wallbox möglich ist

CEE rot (Starkstrom)

  • bis 11 kW (typisch)
  • häufig in Garagen, Werkstätten oder Carports

Beispiel-Ladezeiten:

  • 40 kWh bei 11 kW → ca. 4 Stunden
  • 60 kWh bei 11 kW → ca. 6 Stunden

Mobile Wallboxen für CEE Steckdosen

3) Wallbox – die beste Lösung für Zuhause

Eine Wallbox ist in den meisten Fällen die sicherste, bequemste und effizienteste Möglichkeit,
ein Elektroauto zuhause zu laden.

Warum eine Wallbox sinnvoll ist

  • sicheres Laden mit dafür ausgelegter Technik
  • deutlich schnellere Ladezeiten als Schuko
  • hohe Effizienz und geringere Ladeverluste
  • je nach Modell: App-Steuerung, Ladeplanung, Zugriffsschutz, Lastmanagement

Typische Ladeleistungen

  • 3,7 kW
  • 11 kW (sehr verbreitet / idealer Standard)
  • 22 kW (in vielen Fällen melde- oder genehmigungspflichtig)

Beispiel (11 kW): 50 kWh Batterie → ca. 4–5 Stunden

Mobile Wallboxen sind besonders flexibel, weil sie je nach Adapter an unterschiedlichen Steckdosen
(z. B. CEE/Schuko) genutzt werden können – ideal für Zuhause und unterwegs.

Wallboxen für Zuhause

Elektroauto unterwegs laden

Öffentliche Ladeinfrastruktur ergänzt das Laden zuhause. Je nach Situation ist AC- oder DC-Laden sinnvoll –
zum Beispiel beim Einkaufen (AC) oder auf der Autobahn (DC-Schnellladen).

AC-Ladesäulen (Typ 2)

  • typisch 11–22 kW
  • geeignet für Parkdauer von 1–4 Stunden (Einkaufen, Arbeit, Innenstadt)

Beispiel-Ladezeit: 40 kWh → ca. 2–4 Stunden (je nach Fahrzeug & Säule)

DC-Schnellladen (CCS)

  • typisch 50–350 kW (je nach Standort)
  • häufig an Autobahnen, großen Ladeparks und Schnelllade-Hubs
  • perfekt für Reisen und Langstrecken

Typisch: 20–30 Minuten bis ca. 80 % (abhängig vom Auto, Akku-Temperatur & Ladekurve)

Ungeduldiger Fahrer wartet auf das Laden seines Elektroautos

Wie lange lädt ein Elektroauto? (Übersicht)

Die Ladezeit hängt vor allem von der Batteriegröße (kWh) und der Ladeleistung (kW) ab. Die Ladezeiten unterscheiden sich je nachdem an welche Steckdose oder LAdestation man sein Auto anschließt. Wer besonders schnell laden möchte lädt das Fahrzeug an einem öffentlichen Schnelllader. Zuhuase hat man verschidene Möglichkeiten sein E-Auto zu laden zb. langsam an einer normalen Haushaltssteckdose 1 Phasig mit bis zu 3,7kW oder Schnell an einer CEE Steckdose mit bis zu 22kW Ladeleistung.
Als grobe Orientierung dient die folgende Tabelle (Beispiel: 50 kWh Akku).

LadeartLeistungBeispiel-Ladezeit (50 kWh)
Schuko2,3 kWca. 22 Stunden
CEE blau3,7 kWca. 14 Stunden
Wallbox11 kWca. 4,5 Stunden
Wallbox22 kWca. 2,5 Stunden
DC-Schnelllader150 kWca. 25 Minuten (bis ~80 %)

Voraussetzungen für das Laden zuhause

Technische Voraussetzungen (typisch)

  • ausreichender Hausanschluss / elektrische Reserve
  • eigene Sicherung / geeignete Absicherung
  • FI-Schutz (je nach Wallbox-Typ)
  • fachgerechte Installation durch Elektriker (empfohlen/üblich)
  • bei 22 kW: je nach Region/Netzbetreiber ggf. melde- oder genehmigungspflichtig

Praxis-Tipp: Für die meisten Haushalte ist eine 11-kW-Lösung der beste Mix aus Geschwindigkeit, Kosten und Alltagstauglichkeit.

Welche Infos braucht jemand, der ein E-Auto kaufen möchte?

Mann überlegt welche Ladestation für sein Elektroauto geeignet ist

Wer ein Elektroauto kaufen will, sollte nicht nur auf Reichweite und Design achten, sondern auch auf alles,
was mit dem Laden zusammenhängt. Diese Punkte helfen dir bei der Entscheidung:

  • Batteriekapazität (kWh): Wie groß ist der Akku wirklich?
  • Reale Reichweite: Was ist im Alltag bei Wetter, Tempo und Nutzung realistisch?
  • AC-Ladeleistung: Wie schnell lädt das Auto an Wallbox/Typ-2-Säule (z. B. 7,4 / 11 / 22 kW)?
  • DC-Ladeleistung: Wie schnell lädt es am Schnelllader (z. B. 70 / 150 / 250 kW)?
  • Steckertypen: In Europa meist Typ 2 (AC) und CCS (DC) – ist beides vorhanden?
  • Ladekurve: Wie gut hält das Auto hohe Ladeleistung – oder fällt sie früh ab?
  • Ladeplanung: Gibt es Navigation mit Ladeplanung (Routen & Ladehalte)?
  • Eigenes Ladeprofil: Lädst du meist zuhause, bei der Arbeit oder viel unterwegs?

Merke: Wer überwiegend zuhause lädt, braucht nicht zwingend extreme Schnellladeleistung –
aber eine gute AC-Ladefähigkeit (z. B. 11 kW) ist im Alltag sehr angenehm.

Kosten: Was kostet das Laden eines Elektroautos?

Die Kosten unterscheiden sich stark zwischen zuhause und öffentlichem Laden.
Zusätzlich können Tarifmodelle, Grundgebühren oder Roaming eine Rolle spielen.

Zuhause laden

  • typisch ca. 0,25–0,35 € pro kWh (je nach Stromtarif)
  • 100 km Fahrstrecke entsprechen grob 5–7 € (abhängig vom Verbrauch)

Öffentlich laden

  • AC: häufig ca. 0,39–0,49 € pro kWh (je nach Anbieter/Tarif)
  • DC: häufig ca. 0,59–0,79 € pro kWh (je nach Anbieter/Tarif)

Hinweis: Preise können je nach Anbieter, Region und Tarif deutlich variieren.

Kunde stellt einem Fachmann Fragen zur Elektroauto LadestationFAQ – Häufige Fragen zum Laden von Elektroautos

Wie oft muss ich mein E-Auto laden?

Das hängt von Fahrleistung und Akku-Größe ab. Viele Fahrer laden im Alltag alle 2–5 Tage,
manche täglich (z. B. wenn sie zuhause bequem nachladen).

Kann ich mein Elektroauto jeden Tag laden?

Ja. Moderne Batterien und BMS-Systeme sind darauf ausgelegt. Viele Nutzer laden bewusst häufiger,
dafür aber nur teilweise – das passt gut in den Alltag.

Ist Schnellladen schädlich für die Batterie?

Gelegentliches Schnellladen ist unproblematisch. Wer jedoch sehr häufig ausschließlich schnelllädt,
belastet den Akku stärker (Wärme, hohe Ströme). Für den Alltag ist eine Kombination aus
zuhause/AC und gelegentlichem DC ideal.

Brauche ich zwingend eine Wallbox?

Zwingend nicht – aber für regelmäßiges Laden zuhause ist eine Wallbox aus Sicherheits- und Komfortgründen
sehr empfehlenswert. Schuko sollte eher als Notlösung dienen.

Welche Wallbox ist die beste?

Für viele Nutzer ist eine 11-kW-Lösung ideal. Wer flexibel bleiben möchte,
profitiert von einer mobilen Wallbox, die an unterschiedlichen Steckdosen genutzt werden kann.

Warum laden viele Autos nur bis 80 % am Schnelllader?

Weil die Ladeleistung ab einem höheren Ladezustand (SoC) oft sinkt. Bis ca. 80 % geht es am schnellsten –
für die Reise ist es daher meist effizienter, lieber kürzer und häufiger zu laden als einmal bis 100 % zu warten.

Was beeinflusst die Ladezeit noch?

  • Temperatur (kalter Akku lädt langsamer)
  • Ladekurve und Fahrzeugtechnik
  • Belegung/Leistung der Ladesäule
  • Zustand und Kapazität der Batterie
  • Ladebegrenzungen im Auto (z. B. auf 80 %)

Fazit: So lädst du dein Elektroauto richtig

  • Zuhause laden ist meist am günstigsten und bequemsten.
  • Eine Wallbox bietet Sicherheit, Komfort und schnelle Ladezeiten.
  • Unterwegs laden ergänzt den Alltag – AC für längere Stopps, DC für schnelle Pausen.
  • Wer die Grundlagen kennt, spart Zeit, Geld und fährt entspannter.

Mit der passenden Lade-Lösung wird Elektromobilität einfach, effizient und alltagstauglich.